Niedersächsische Landesschulbehörde

Grußwort von Ulrich Dempwolf, Präsident

Christoph Kolumbus ging Zeit seines Lebens davon aus, den asiatischen Kontinent auf dem Westweg erreicht zu haben. Dieser Irrtum basierte auf einem mathematischen Fehler seiner Karte, demzufolge er den Durchmesser der Erdkugel stark unterschätzte. Leider rechneten die Lehrer in Spanien damals nicht so genau wie ihre Kollegen in den Seefahrerschulen Portugals, deren mathematische und technisch-nautische Ausbildung Weltruf genoss.

Dass die Welt eine Kugel ist wussten – im Gegensatz zu langläufigen Annahmen – übrigens schon die alten Griechen. Anhand der Erdkrümmung konnten griechische Lehrer ihren Schülern anschaulich vermitteln, warum Geschichten vom Ende der Welt dem Reich der Sage angehören.

Guter Unterricht muss Wissen vermitteln. Im Rahmen dieser Wissensvermittlung soll der Unterricht die Schülerinnen und Schüler zum Nachdenken und Mitarbeiten motivieren, denn der schulische Unterricht ist kein Selbstzweck. Er legt die Grundlagen für einen erfolgreichen Start der Jugendlichen und jungen Erwachsenen in die Berufswelt.

Daher freut es mich, dass der Arbeitgeberverband Region Braunschweig e.V., die Stiftung NiedersachsenMetall und die Technischen Universität Braunschweig mit der Niedersächsischen Landesschulbehörde eine Partnerschaft geschlossen haben, um das Potential begabter Schülerinnen und Schüler in Mathematik, Technik, Informatik und den naturwissenschaftlichen Fächern zu sichten und zu fördern.

Hierbei wird die Niedersächsische Landesschulbehörde einer ihrer ureigensten Aufgaben gerecht, der Steuerung von Schule zum Wohl der niedersächsischen Schülerinnen und Schüler. Denn das konkrete Ziel der MINT-Begabungsförderung ist es, für Schülerinnen und Schüler in der Region Braunschweig den Übergang in den Beruf bzw. das Studium zu verbessern, indem ihre aktive Auseinandersetzung mit spannenden mathematischen, technischen und naturwissenschaftlichen Themen gefördert wird.


Stiftung NiedersachsenMetall

Grußwort von Olaf Brandes, Geschäftsführer

Die Stiftung NiedersachsenMetall hat ein klares Ziel: Wir wollen Begeisterung wecken für Naturwissenschaften und Technik. Wir möchten junge Menschen motivieren, die großen Chancen technischer Berufe zu ergreifen. Wir möchten die spannenden Inhalte der Naturwissenschaften für den Nachwuchs erlebbar machen und zugleich auch Hilfen bei der beruflichen Orientierung geben.

Dazu ist es immer wieder notwendig, scheinbar trockene Formeln aus Physik, Mathe oder Chemie zum Leben zu erwecken und in die Realität umzusetzen. Schülerinnen und Schüler müssen im Unterricht mehr selbstständig experimentieren oder im Labor des Betriebs von nebenan Versuche durchführen können. Dann werden sie Technik als begeisternde, alle Sinne anregende Disziplin kennen lernen. Dazu hat die Stiftung NiedersachsenMetall in den letzten Jahren viele Projekte initiiert und gefördert.

Die Plattform „MINT-Begabungsförderung in der Region Braunschweig“ wird helfen, einen Überblick über eine große Anzahl an Angeboten zu erhalten. Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte und Eltern können auf diesem Weg die vielen Möglichkeiten des Mitmachens in der Region entdecken – und nutzen.


Kind-Wissen-Zukunft e.V.

Grußwort von Sepp Heckmann, Vorsitzender

 

„Der frühe Vogel fängt den Wurm!“

Diese Zahlen sprechen für sich: Während in Deutschland jährlich ca. 35.000 Ingenieurstudenten ausgebildet werden, sind es in Indien etwa 350.000 und in China sogar knapp 700.000. Um hier den Anschluss zu behalten, ergeben sich große Herausforderungen sowohl an unsere Gesellschaft als auch an unser Bildungssystem. Der Wohlstand unserer Gesellschaft basiert zu großen Teilen auf der Leistung von Technikern und Ingenieuren. Nur durch Produkte und Dienstleistungen, die am Weltmarkt konkurrenzfähig sind, wird der Erfolg unserer Wirtschaft getragen. Wenn unsere Kinder ein ähnliches gutes Umfeld haben sollen, wie wir es heute haben, geht dies nur durch Technik und exportfähige Produkte.

Deshalb ist es besonders wichtig, dass wir junge Menschen bereits in einem Alter an Technik und Naturwissenschaft heranführen, in dem erste Affinitäten gebildet werden. Untersuchungen zufolge erfolgt dies bereits vor dem 10. Lebensjahr. Die frühkindliche Förderung der Technikbegeisterung ist deshalb das erklärte Ziel der Unternehmen und Grundschulen im Verein Kind-Wissen-Zukunft e.V.

Mit dem MINT-Netzwerk Hannover-Region haben wir gemeinsam mit anderen engagierten Partnern eine Initiative ins Leben gerufen, die Eltern, Lehrern und Kindern alle Informationsmöglichkeiten zu MINT-Themen anschaulich zusammenführt und einen Gesamtüberblick über die Angebote der verschiedenen Einrichtungen mit einem Klick erlebbar macht.

Ich danke besonders allen Beteiligten, die mit Ihrem großen Engagement diese Initiative mittragen und mitgestalten. Mehr zu Kind-Wissen-Zukunft finden Sie unter www.kiwiz-ev.de.


VDI Bezirksverein Hannover e.V.

 

Grußwort von Dr. Uwe Groth, Vorsitzender

 

Mädchen und Jungen für Technik zu begeistern, ihre Neugierde wecken und zum aktiven Mitmachen animieren, ist das erklärte Ziel des VDI Verein Deutscher Ingenieure. Denn schließlich sind die interessierten Jugendlichen von heute die potentiellen Nachwuchskräfte von morgen. Das Angebot für den technischen Nachwuchs ist dabei ebenso vielseitig wie die spätere Ingenieurstätigkeit. Im Alter von 4 bis 12 Jahren lernen Mädchen und Jungen z.B. im VDIni-Club die Welt der Technik schon frühzeitig auf unterhaltsame und spielerische Weise kennen. Als VDI-Zukunftspilot im Alter von 13 bis 18 Jahren hinterfragen die Jugendlichen, wie Technik eingesetzt werden kann, um die Welt ein Stückchen besser zu machen. Und so ganz nebenbei erfahren die jugendlichen Projektmitglieder, wie faszinierend Technik ist, wie hilfreich Mathematik ist und wie notwenig die Kenntnis um die Naturwissenschaften ist.

Gute Erfahrungen haben wir in Niedersachsen mit der VDI-Inititative JeT – Jugend entdeckt Technik gemacht. So wird das Angebot für die Schülerinnen und Schüler dank der gewonnenen Partner und dank unterstützender Unternehmen größer und attraktiver. Nicht nur im unmittelbareren Schulumfeld sondern darüberhinaus im Freizeitbereich oder bei unterschiedlichen Wettbewerben finden Jugendliche heute Aktionsfelder, in denen Technik Spaß macht.

Jugendliche wollen Informationen, die sie ansprechen und faszinieren – und zwar in einem Medium, in dem sie sich täglich bewegen: dem Internet. Auf der Internetplattform www.mint-hannover-region.de haben sie nun die Möglichkeit über den Projektkompass altersgerechte Angebote in ihrer Nähe zum aktiven Mitwirken zu finden.


Region Hannover

Grußwort von Ulf-Birger Franz,
Dezernent für Wirtschaft, Verkehr und Bildung

Naturwissenschaftlich-technische Erkenntnisse und Errungenschaften prägen seit jeher das Leben der Menschen. Nicht nur Goethes Faust wollte wissen „was die Welt im Innersten zusammenhält“. Um Kindern und Jugendlichen die Freude an diesen spannenden Wissenschaftsfeldern frühzeitig zu vermitteln, müssen Naturwissenschaften und Technik spielerisch und realitätsnah erlebbar sein. Formeln aus Physik, Mathematik oder Chemie müssen zum Leben erweckt und der Bezug zur unmittelbaren Lebenswelt hergestellt werden.

Die Ergebnisse der naturwissenschaftlichen und technischen Bildung und Forschung sind – heute mehr denn je –von grundlegender Bedeutung für die wirtschaftliche Entwicklung. Auch die Region Hannover verfügt über eine technologisch leistungsfähige und innovationsstarke Wirtschaft. Um diesen Wirtschaftsstandort auch zukünftig zu stärken und auszubauen, bedarf es erstklassig ausgebildeter Naturwissenschaftler, Ingenieure, Techniker und Facharbeiter.

Die Wirtschaftsförderung der Region Hannover misst daher der Berufs- und Studienorientierung im Bereich MINT seit Jahren eine hohe Priorität bei und hat ihre Aktivitäten in diesem Bereich in den letzten Jahren verstärkt.

Die Bildungslandschaft in der Region Hannover bietet im MINT- Bereich vielfältige Angebote in Form von Projekten, Experimentierlaboren, Praktika, Projekttagen und Beratungen.

Die neue regionale Plattform über MINT-Aktivitäten in der Region Hannover bündelt die vielfältigen Kompetenzen und bietet für Jugendliche, Erzieherinnen und Erziehern und Lehrkräfte eine hervorragende Plattform, um sich auszutauschen, zu vernetzen und gemeinsam die Qualität der MINT-Bildung weiter voranzubringen. Daher danke ich den Initiatoren für ihr verdienstvolles Engagement. Allen Nutzern wünsche ich viele wertvolle Anregungen für die weitere Arbeit.